Sonntag, 9. Juni 2013
Buchrezension Der Duft von Schokolade von Ewald Arenz
"Der Duft von Schokolade" von Ewald Arenz
Historischer Roman
Verlag: dtv Verlag
Taschenbuch
Seitenanzahl: 272
ISBN: 978-3-423-13808-6
Autor:
Ewald Arenz, geboren 1965 in Nürnberg, studierte in Erlangen Anglistik und Amerikanistik sowie Geschichte und publiziert seit Beginn der neunziger Jahre. Er ist Autor mehrerer Romane (›Der Duft von Schokolade‹, ›Der Teezauberer‹, ›Die Erfindung des Gustav Lichtenberg‹ und ›Ehrlich & Söhne‹) sowie verschiedener Bände mit Kurzprosa. Für sein literarisches Werk wurde er mehrfach ausgezeichnet, 2004 erhielt er den Bayerischen Staatsförderpreis für Kultur. Ewald Arenz lebt mit seiner Familie in Fürth.
Klappentext:
Wien 1881. Als August Liebeskind, der soeben seinen Militärdienst quittiert hat, Elena Palffy zum ersten Mal begegnet, zieht sie ihn sofort ihren Bann. Um das Herz der unkonventionellen, geheimnisvollen Frau zu gewinnen, greift der junge Leutnant zu einer ungewöhnlichen Verführungstaktik: Er erlernt das Handwerk eines Chocolatiers.
(Quelle: Buchcover, Autoreninfo und Klappentext von dtv Verlag)
Buchinhalt:
Der Protagonist August erscheint authentisch und ein wenig geheimnisvoll. Er ist kein klassischer Held und hat durchaus seine Schwächen, doch kämpft er sich durch alle Herausforderungen des Lebens und der Liebe durch. Dabei lernt er auch sich selbst treu zu bleiben.
Während August dem Leser schnell sympathisch wird, ist die weibliche Protagonistin Elena eine schwierige Person, die kalt und unnahbar wirkt auch wenn man im Laufe der Geschichte manche Beweggründe von ihr besser verstehen lernt. Bis zum Ende konnte ich als Leserin mich nicht mit ihr anfreunden und habe vergebens nach Sympathiepunkten bei ihr gesucht.
Was das Buch für mich sehr anziehend machte war der wunderbare und bunte Erzählstil des Autors. Bei seinen Duftbeschreibungen sind mir die Düfte aus dem Papier direkt in die Nase gestiegen und haben mich verzaubert.
Die Geschichte ist für mich weniger vom Inhalt her sondern mehr vom Erzählstil lebendig geworden und konnte mich für einige Stunden in das alte Wien ( und später dann Berlin) bringen.
Das Buchcover ist für mich in Ordnung aber nicht herausragend.
Ein schmales Büchlein das durch seinen großartigen Sprach- und Erzählstil zauberhafte Lesestunden beschert.
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